Naturnahe Spielbereiche sind seit Jahren als besonders geeignete Freiräume
im Gespräch, wenn es um Aspekte kindlicher Förderung, um Lernanregung und
Intelligenzentwicklung geht. Kein anderes Spielraumkonzept wird fachübergreifend
so positiv bewertet. Insbesondere im Kindergarten und Kindertagesstättenbereich
sowie im Rahmen von Schulhofgestaltungen sind naturnahe
Konzepte durch ihren ganzheitlichen Ansatz allen anderen Spielplatz konzep -
tionen weit überlegen. Ergebnisse aus der Erziehungswissenschaft, Soziologie,
Entwicklungspsychologie und unter an de rem den Neurowissenschaften
belegen dies nachhaltig.
Auch die neu aufgelegten Bildungs- und Erziehungspläne in nahezu allen Bundesländern
Deutschlands, die sich auch als progressive Bildungsoffensive verstehen,
weisen in diese Richtung. Lernförderung wird inzwischen unter anderem
eng mit autarkem, intrinsisch motiviertem Spielen in Verbindung gebracht.
Grundforderungen wie Bewegungsförderung, Sinneswahrnehmung und positiv
stimulierte emotionale Anreize sind dabei Parameter, die innovative Spielraumplanungen
einfordern. In der Fachsprache wird hier der psychomotorische
Ansatz vertieft diskutiert. Das betrifft insbesondere und vor allem die frühkindliche
Förderung. Lernen bzw. Bildung beginnt mit der Geburt. Spiel wird als zentrale
Lebensäußerung des Menschen anerkannt. Zunehmend werden
inzwischen auch Kinder unter 3 Jahren als eigenständige kleine Persönlichkeiten
anerkannt, die durch das TAG (Stand: Januar 2005) auch gesellschaftspolitisch
ins Blickfeld gerückt wurden.
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